Herbstkonfitüre

Dieses Mal freue ich mich besonders auf den Herbst. Nachdem ich dieses Jahr versäumt hatte, die obligatorische Erdbeer-Marmelade zu machen, steige ich gleich mit einer herbstlichen Konfitüre ein. Und ich glaube, ich habe da zwei fruchtige Protagonisten gefunden, die sehr gut miteinander harmonieren und sich ergänzen.

Mit dem Begriff „Marmelade“ oder „Konfitüre“ verbinde ich direkt die Vorstellung von einem gemütlichen Sonntagmorgen, ein paar frischen Brötchen oder Croissants, einer Zeitung und Gespräche am Frühstückstisch…

Wenn man von Pflaumen (oder Zwetschgen) spricht, ist einem im ersten Moment gar nicht bewusst, wie komplex die Pflanze ist, denn es gibt ca. 2000 verschiedene Arten dieser Steinfrucht. Aber ebenso beeindruckend ist, dass (wie so oft) bereits die Römer schon eifrig Pflaumen gezüchtet hatten und die Frucht zu schätzen wussten. Und wo wir gerade bei den Römern sind, auch die Feige war (zumindest den antiken) Römern bekannt und wurde auf verschiedene Weise genutzt.

Das Thema sowie die Technik des Einmachens, Konservierens und Haltbar-Machens ist ein sehr interessantes Thema und geht zurück bis ca. 2000 v.Chr., wo man schon Kriege um das Salz führte; denn das war damals der Haltbarmacher Nr.1…Auch heutzutage ist das Einmachen wieder geläufig und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Wen wundert´s, denn ein mit selbst gemachter Marmelade gedeckter Tisch klingt doch immer gut oder?

Zur Zutatenliste für 4-5 Einmach-Gläser:

 

  • 700g Zwetschgen
  • 450g frische Feigen
  • 1 Bio Zitrone
  • 1 Nelke
  • ½ Vanilleschote
  • 5-7 Blatt  Zitronenmelisse
  • 500g Gelierzucker (2:1)

 

Zur Zubereitung:

Die Zwetschgen putzen, waschen und entsteinen und klein schneiden. Die Feigen waschen und in kleine Stücke schneiden. Die Früchte mit dem Zucker, dem Zitronensaft, der Zitronenmelisse, der Nelke und etwas Vanillemark im Topf ca. 15 Min. ziehen lassen. Mit einem Stabmixer oder einem Stampfgerät kurz durchmixen. Dann auf den Herd stellen und aufkochen lassen. Von nun an sollte man immer dabei stehen bleiben und rühren. Wenn die Maße blubbernd aufkocht, ca. 4 Minuten köcheln lassen. In vorbereitete Gläser (sterilisiert) füllen; bis ca. 1-2 cm unter der Kante und den Deckel sofort verschließen. Bei Einmach-Gläsern mit Schraubverschluss, sollte man diese ca. 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Nun die fertige Konfitüre in Ruhe auskühlen lassen und der Sonntag kann kommen 😉

Viel Spaß beim nachkochen und einen schönen Sonntagmorgen Euch

 

Liebe Grüße,

Christian

 

© Christian Heinen

Herbstaussichten….Pancakes mit Pflaumenkompott

Der Sommer dreht noch einmal eine Ehrenrunde, um dann schließlich dem Herbst „Tür und Tor“ zu öffnen. Am vergangenen Wochenende brach hier bereits die große „Kastanien-Sammel-Aktion“ aus…Ja, in der Tat, man staune, aber es liegen schon die ersten Kastanien unter den Bäumen…Da es bereits auch schon die ersten Pflaumen zu kaufen gab, habe ich mir gedacht, dass ich mich schon; verfrüht oder nicht, an ein herbstliches Dessert herantraue.

Pflaumenkompott mit Zimt und dazu die von den Kindern geliebten Pancakes…

pancake_pflaume

So ein Kompott lässt sich bestimmt auf viele Arten zubereiten, aber ich habe, nachdem ich ein bisschen herumexperimentiert hatte, schließlich eine schnelle und leckere Variante für mich gefunden. Ich lasse Puderzucker karamellisieren und löschen diesen mit Orangensaft ab. Dann kommen die Pflaumen hinein und das lasse ich dann mit einer Zimtstange und Sternanis zunächst mal 5-10 Minuten. Dann gebe ich den Abrieb einer Zitrone und etwas Saft hinzu und wenn vorhanden einen EL Pflaumenmus. Zum Eindicken nehme ich dann etwas Stärke und lasse es nochmal 1-2 Minuten köcheln. Das Pancake Rezept findet Ihr im Reiter Dessert.

Zutaten:

  • 200 ml Orangensaft
  • 2 Hände voll Pflaumen oder Zwetschgen
  • 1 EL Puderzucker
  • Zimtstange
  • Sternanis
  • Zitrone
  • 1 EL Stärke / Wasser

© Christian Heinen